Bericht aus Serbien (2)

Haben mittlerweile die Handylade-Station in Betrieb genommen und versorgen momentan ein Camp mit Obst.
Da die Gruppe hier erst neu entstanden ist, muessen wir uns noch organisieren.
Wir haben uns aber bereits mit einer anderen Gruppe aus der Schweiz zusammengeschlossen, die die Camps schon mit Lebensmitteln versorgen.
Leider gibt es vor Ort keine einzige lokale Gruppe, die sich politisch oder humanitaer mit der momentanen Fluechtlingssituation ausseinandersetzt.
Deswegen versuchen wir grad Kontakt zu der lokalen Bevoelkerung aufzubauen.
Es ist hier unglaublich schwierig mit der Arbeit vorranzukommen, da sich die Polizei komplett gegen die Fluechtlingsarbeit stellt. Der Großteil der Bevoelkerung ist hier eher rechts gepraegt. Die Fluechtlinge werden hier
regelmaessig von Nazis ueberfallen und verpruegelt. Uns wurde auch gerraten vorsichtig zu sein.
Der Alf-Bus ist momentan nur bedingt nutzbar, da sie Kardanwelle kaputt ist. Deswegen versuchen wir grad uns ein Auto zu mieten um unsere Arbeit fortzusetzen.
Die Situation in Belgrad hat sich verschlimmert,da die Fluechtlinge, die im Park schlafen, jetzt nur noch drei Tagen geduldet werden. Nach dieser Zeit werden sie grundlos inhaftiert, wenn sie sich weiter dort aufhalten.